AKie's Bogenblog

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31. Dezember 2019

Nachdem nun offensichtlich der innere Schweinehund (für den Moment *fg*) endgültig besiegt ist, habe ich nun den dritten Parcours innerhalb von drei Tagen in Angriff genommen - das gab es schon länger nicht mehr.

Meine traditionelle "Jahresabschlussrunde" habe ich dann auf dem Fronholz-Parcours in Wolterdingen gedreht; diesen hatte ich zuletzt im Mai besucht und war gespannt, was sich auf dem (eigentlich wunderschönen) Gelände getan hat.

Direkt nach dem Kassenhäuschen - das ich jedoch Dank "PayMe" nicht benötigt hatte - begann eine ganz neue Teilrunde von neun Tieren. Die Schleife begann gleich mit dem Weitschuss auf den großen Grizzly. Eigentlich ein toller Schuss - als Einsteiger aber sehr heftig. Im Anschluss quert man die Straße und begibt sich in den Wald, der bislang noch nicht Teil des Parcours war (gut!). Hier folgen dann die Schüsse 2 bis 9 - wenn z. T. auch auf sehr engem Raum (weniger gut). Viele Schüsse sind mit Backstopps versehen (gut, z. T. mMn jedoch unnötigerweise) - allerdings gibt es auch Schüsse, die gerne einen Backstopp verdient hätten (z. B. das liegende Reh). Manch schöne Szene (z. B. die "Schneehühner, vgl. Bild) wechselt sich mit "Standardsituationen" ab.

In der folgenden kleinen Teilschleife, die letztlich zum Parkplatz zurück führt, folgen gleich zwei Schüsse, die ich so nicht gestellt hätte: Der Schuss auf den Steinbock geht vom Winkel her in Richtung Laufweg und beim stehenden Keiler sieht man die Fahrzeuge der Bundesstraße im Hintergrund durchfahren .. das halte ich für suboptimal, zumal ich hier einige "Suchaktionen" weit hinter dem Tier gesehen habe ...

Nach knapp der Hälfte der Schüsse kommt man in den Bereich des "alten" Parcours. Hier wurden einige neue Abschusspositionen gewählt und die Laufwege wurden deutlich weiter.

Alles in allem hat das neue Gelände so einige schöne Schüsse (z. B. der Weitschuss auf den Weißwedelhirsch, der Steilschuss auf die Black Widow ...), andererseits wirkt der Parcours auf mich ein wenig unausgewogen und so manches Tier ist "out of range" gestellt. Hier könnte man nachbessern.

Trotzdem hatte ich eine entspannt Runde, bei der ich drei zweite und drei dritte Pfeile auflegen musste. Mit 13 Killtreffern und 426 Punkten bin ich jedoch mehr als zufrieden.

So endete nach knapp eineinhalb Stunden die letzte Runde des Jahres - mit einem fetten Grinsen im Gesicht machte ich mich wieder auf den Heimweg.


Zeit für den obligatorischen Jahresrückblick:

Im abgelaufenen Jahr kam ich lediglich auf 38 Trainings- und drei Wettkampfrunden. Entgegen dem, was ich mir im Vorjahr vorgenommen hatte, ließ mein "Parcoursenthusiasmus" nochmals nach. Bereits ab Januar fiel es mir am Wochenende schwer, den Bogen in die Hand zu nehmen und meine üblichen Trainings- bzw. vor allem Entspannungsrunden auf den Parcours in der Umgebung - und da hat es ja in der Zwischenzeit doch so einige - zu drehen. Bis in den Herbst hinein haben wir dann auch sämtliche Turniere ausfallen lassen - der innere Schweinehund hatte mich (und auch Karin) einfach "im Griff" ...

Wie im Vorjahr war ich insgesamt auf zehn verschiedenen Parcours unterwegs - darunter mit den Parcours in Forbach und Eichberg (AUT) sogar zwei bislang noch nicht begangene.

Warum ich dann bis in den Herbst hinein kaum noch unterwegs war - hier fällt vor allem auf, dass ich selbst in den Schulferien so gut wie nie den Bogen angerührt habe - kann ich mir bis heute nicht erklären. Ab Oktober ist es mir dann jedoch gelungen den "Schweinehund" zu überwinden ... plötzlich stieg die Anzahl der Parcoursrundgänge wieder auf das "normale" Maß an.

Schlussendlich steht meine "Parcoursfrequenz" im Jahr 2019 bei 0,97 Rundgängen pro Woche ... also knapp einmal pro Woche.

Auf den "fremden" Parcours (incl. der Turnierrunden) erreichte ich einen Schnitt von 77,11 % (errechnet aus den erreichten Punkten im Vergleich zu den möglichen Punkten). So stabilisierte sich mein Wert der beiden Vorjahre auf diesem doch ordentlichen Niveau.

 

Auch Karin war in diesem Jahr nur ganz selten auf den Parcours unterwegs. Lediglich im Urlaub sowie bei den drei Turnieren packte sie den Bogen aus - allerdings alles wie gehabt: Sie trifft und trifft und trifft.

Nachdem sich Schenkenzell für mich endgültig erledigt hat, war ich im zurückliegenden Jahr fast ausschließlich in Villingen unterwegs. Immerhin 30x bin ich den Parcours im Laufe des Jahres gegangen. 

Im Schnitt kam ich auf 76,36 %. Obwohl dies einen kleinen Rückschritt im Vergleich zum Vorjahr bedeutet, bin ich insgesamt ganz zufrieden mit diesem erreichten Ergebnis - zumal es mir endlich wieder gelingt, das Bogenschießen als Entspannung zu nutzen - die Ergebnisse sind da eher zweitrangig.

Mein liebstes Hobby - nach dem Bogenschießen selbst - ist zwischenzeitlich der Parcoursbau: Ich liebe es, für unsere beiden Turniere die Parcours zu planen und bauen ...

Neben unserem Vereinsparcours in Villingen sowie den Turnierparcours hatte keine Lust auf die Anfahrten zu den Parcours in der näheren (geschweige denn weiteren) Umgebung. Weder die Parcours des Waldläufers in Donaueschingen, noch die neue(r)en Parcours in Haslach-Mühlenbach bzw. Lauterbach-Fohrenbühl und schon gar nicht die Parcours in Baden-Baden, Weiler-Höri oder Sexau konnten mich in diesem Jahr locken.

Erfreulicherweise konnten wir im Rahmen unseres Sommerurlaubs den Parcours bei Schloss Guteneck nochmals in Angriff nehmen und zudem gönnten wir uns in diesem Zusammenhang auch den wunderschönen Parcours Eichenberg. Dazu kam (endlich) die Begehung des wirklich sehenswerten Parcours in Forbach - allerdings an einem der heißesten Tage des Jahres ...

Die "üblichen" Parcours Schenkenzell und der Parcours der "Hegau-Archers" in Eigeltingen sahen mich immerhin einmal in diesem Jahr, Schömberg und Wolterdingen sogar zweimal. 

Etwas mehr werden dürften in kommenden Jahr wieder unsere Turnierteilnahmen:

Angemeldet waren wir bei insgesamt elf Turnieren - schlussendlich wurden es gerade einmal drei Wettkampfrunden. Erst im Herbst (Michelbach), rechtzeitig zur "Nachtturnier-Saison", konnten wir uns wieder motivieren - und hatten prompt große Freude.

Mal sehen, ob wir uns im kommenden Jahr wieder zu mehr Turnieren aufraffen können - allerdings verzichten wir definitiv auf das eine oder andere bewusst.

Der Turnier-Koeffizient (errechnet aus erreichtem Platz durch Anzahl Teilnehmer) hat in diesem Jahr natürlich nur wenig Aussagekraft - drei Turniere, die unterschiedlicher nicht hätten laufen können - sagen hier nicht wirklich viel aus: Michelbach lief ganz ordentlich, das Nachtschießen in Jockgrim war dann sogar eines meiner stärkeren Turniere der vergangenen Jahre (Faktor 0,089). In Villingen war mein Kopf zu stark mit dem Turnierablauf beschäftigt - hier liefen weder die Tag- und schon gar nicht die Nachtrunde auch nur einigermaßen annehmbar ...

So kam ich 2019 auf einen Koeffizient von 0,168. Damit liege ich um 0,068 Punkte über dem "Elfjahresmittel" ... klingt doch nett

Schauen wir also, was mich/uns im kommenden Jahr erwartet ... die Hauptsache ist und bleibt die Freude am Bogensport und die damit verbundene Entspannung bzw. "Entschleunigung aus dem Alltag" ...

Vielleicht hilft dazu dann auch mein zum Jahresende in Auftrag gegebener neuer Bogen - was ganz Feines und absolut Besonderes:

Harald Dreier (HD-Bows) produziert für mich eigens einen ganz besonderen "Baden-Bogen":

Das Griffstück ist aus Trüffelbuche und erhält einen Bogenköcher aus demselben Holz: Die "Trüffelbuche" ist eine normal gewachsene Buche die nach dem Fällen mehrere Jahre gelagert und in einem aufwändigem Verfahren mit Pilzen und Bakterien geimpft wird. Dadurch entsteht eine besondere Zeichnung. Die besondere Kunst dabei ist, dass dabei die Eigenschaften des Holzes wie z.B. Festigkeit nicht verloren gehen.

Die Wurfarme werden auf der Innenseite mit Maserbirke furniert ... und auf der Außenseite gibt es die "Baden-Belegung" (gelbes und rotes Micarta) - das hat die Welt noch nicht gesehen.

Ich kann es kaum erwarten, dieses Schmuckstück in die Hände zu bekommen ...

So wünsche ich nun allen Bogner_innen, Freunden und Bekannten einen guten Rutsch und ein gesundes sowie erfolgreiches 2020!

Aktuellste Parcoursbegehungen

Schömberg: 16.02.

Villingen: 08.02.

 

Der "Neue" ist da ...

"Alopex Badiensis" ... mein neuer Bogen. Ein Traum im Baden-Design!

Letzte Turniere

14.12.   Fire & Ice, Villingen

 

Und dann war da noch mein ...

 

... Bungy-Jump (192 m) 03.08.2019

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