AKie's Bogenblog

21. August 2020

Auch den letzten Parcours unseres "Corona-Bogenurlaubs" - schon auf der Heimfahrt - suchte und fand ich über das Internet: Vom BSC Bad Kreuznach hatte ich zuvor noch nie etwas gehört. Allerdings passte die "Lage" des Parcours auf unsere geplante Route und die Webseite sowie diverse Rezensionen im Web machten uns Lust auf diesen Parcours.

Wenn auch etwas abseits gelegen, wir fanden das Gelände problemlos und waren schon gleich positiv eingenommen: Eine tolle "Registrierungsstelle" (eine Arte Vitrine mit zahlreichen Infos und der Kasse), ein toller Einschießplatz (FITA sowie ausreichend 3D-Tiere) in einem herrlichen Gelände erwarteten uns.

Auch wenn der Himmel größtenteils bedeckt war, es war wieder heftig warm! Nichtsdestotrotz freuten wir uns auf diese Runde.

Und siehe da ... vom ersten Schuss an - ein tolle Runde mit herrlichen Szenen. Auch dieser Parcours wartet i.d.R. mit gleich mehreren Tieren pro Scheibe auf, insgesamt 28 Stationen waren dem Plan zu entnehmen.

Schon bei der dritten Scheibe hätte ich niederknien können ... so herrlich der Anblick der beiden Geparde im "verwunschen" Streuobstgarten. Ich konnte es - zumal nach dem Flop am Vortag - kaum glauben, wie schön die Runde angelegt ist und wie gepflegt der wilde Garten ist. Die Wegführung - ein Traum.

Neben den 3D-Viechern gab es auch jede Menge "echte" Tiere - von der Biene bis zur Zauneidechse - zu bewundern.

Und dann kam die "Kante": Ein sehr steiler (und weiter) Schuss bergab (weißer Wolf greift Javelina an). Über eine gut angelegte Treppe ging es dann hinunter zum Fuße des Hügels. Dort folgten spektakuläre Schüsse auf den drohenden Braunbär ....

... und dann auf einen herrlichen Rothirsch. Unglaublich, sensationell .. mir blieb regelrecht die Spucke weg.
Das nächste Ziel fand ich zunächst nicht ... bis ich endlich den Kopf anhob und dem Schuss über die volle Länge (vom gelben Pflock aus) bergauf  gewahr wurde. Ich kriegte mich schier nicht mehr ein. Leider fand keiner meiner drei Pfeile das Ziel - ein Miss, das ich mit einem Lachen wegsteckte (naja, solange bis wir die Treppen dann wieder nach oben mussten, bevor es wieder steil abwärts ging - meiner Hüfte gefiel das Ganze nicht so - egal).

Vor dem zweiten Abstieg gönnten wir uns dann oben auf dem Hügel eine kurze Pause - der Blick in die Umgebung hatte was für sich.

Nachdem wir wieder "unten" angelangt waren, zog sich die Schleife durch einen Laubwald, in dem uns weitere spektakuläre Schüsse erwarteten. Die eine oder andere Szene werde ich bei uns im Turnierparcours zu realisieren versuchen (z. B. die Ziege auf dem Steinblock).
Alle Schüsse waren perfekt in Szene gesetzt und absolut sicher. Nur vereinzelt (an den Grenzen des Geländes zur "freien Wildbahn" bzw. zu Wanderwegen) wurden Backstopps gesetzt.

Das Gelände wird perfekt genutzt, die Anstiege sind immer mit Treppen oder Geländestufen abgesichert, so dass man diesen Parcours auch bei Nässe sicher gut gehen kann.

Jede Tiergruppe war - wie hier unten im Bild die Bärengruppe mit Mama und ihren Bärenkindern - liebevoll gestellt, die Tiere in perfekten Zustand.

Wir konnten es kaum fassen, wie schön der Parcours ist. Nachdem wir Collenberg schon so positiv erlebt hatten, war das der krönende Abschluss unserer "Bogenrunde". Ich würde sagen, dass dieser Parcours sehr nahe an den von Collenberg kommt.

Die Wege zwischen den einzelnen Scheiben waren sehr kurz und trotzdem sah ich nirgends ein Sicherheitsproblem. Die Wegführung absolut gut ausgeschildert und safe.

Wie schon in Collenberg, so auch hier: Die letzten Schüsse waren allesamt "Knaller": Zunächst die Bisongruppe (mit Wolf), ein mächtig weiter Schuss. Da jauchzt man natürlich, wenn gleich der erste Pfeil auf dem Bison sitzt. Auch die anderen drei Tiere traf ich mit dem ersten Pfeil - ebenso wie Karin. Auch sie war von der Anlage restlos begeistert.

Diesen "Eber-Hart" (ein "Corona-Tier 2020") haben wir ausgelassen ... das Stahlblech ist doch sehr dick, dass Kill wird sehr klein, wenn der Bogen so langsam "schwer" wird *fg*. Jedenfalls eine tolle Arbeit!

Impressionen:

Impressionen

Kurz vor dem Ende dann die "Schneeeule", die durch den hohlen Baumstamm geschossen werden musste - da ging mir nochmals das Herz auf. Bekanntermaßen liebe ich ja solche Herausforderungen...

Mit exakt 400 Punkten verließ ich den Parcours - das hätte durchaus mehr sein dürfen. Allerdings war ich zugegebenermaßen etwas müde und die zwischenzeitlich ungewohnten (steilen) Bergauf- und -abschüsse haben ihren Tribut gefordert. Zudem war der gelbe Pflock teilweise mächtig weit gesetzt. Karin kam auf immer noch ordentliche 375 Punkte (roter Pflock), allerdings haderte auch sie mit ihren Kräften...

Nach etwas über zwei Stunden kamen wir so wieder an der schönen Vereinshütte an. Glücklich und zufrieden nahmen wir dann die restliche Strecke nach Hause in Angriff.

Fazit: Diesen Parcours können wir wirklich jedem ans Herz legen. Ich habe selten ein so gepflegtes Gelände mit so herrlichen Schüssen auf einer so kuren Wegstrecke erlebt - mein Kompliment an den Verein und die Parcoursbauer.


Die weiteren Touren im "Corona-Bogenurlaub 2020":

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