AKie's Bogenblog

Sommerurlaub 2020

Der Corona-Virus hatte uns in diesem Jahr einen mächtigen Strich durch die Rechnung gemacht (naja, bei wem denn nicht?) - der angedachte kurzfristige Osterurlaub entfiel ebenso, wie unsere geplante "Silberhochzeitsreise" auf unsere Lieblingsinsel (Lanazrote) in den Pfingstferien. Als dann die ersten "Lockerungen" nach dem "Lockdown" bekannt wurden, haben wir uns überlegt, wie wir in den Sommerferien wenigstens einige Tage Urlaub genießen könnten ...

Da lag es natürlich nahe, wieder einmal einen "Bogenurlaub" einzuschieben, zumal wir so "wenig Kontakt" zu anderen haben würden ...

Kurzerhand wurde in der Eifel - eine Region, die wir ohnehin wieder einmal besuchen wollten - ein "Bogenhotel" gesucht. Fündig wurden wir beim Wolffhotel in Kopp. Flugs wurde für vier Nächte ein Zimmer gebucht.

Doch je näher der Urlaub rückte, desto unzufriedener waren wir mit den "nur vier Nächte". Leider war das Wolffhotel schon ausgebucht, so dass eine Verlängerung hier nicht in Frage kam. Also mussten wir umdenken ...

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Schon lange stach mir ein Besuch im "schönsten Parcours Deutschlands" in Collenberg in der Nase. Da auch Karin an dieser Idee Gefallen fand, wurde kurzerhand eine Übernachtungsstätte in der Nähe des Parcours gesucht. Diese war mit der Gaststätte und Pension "Grüner Baum" in Leidersbach auch schnell gefunden. Ein einfacher, aber sauberer Landgasthof mit einem tollen Preis-Leistungs-Verhältnis war gefunden, zwei Übernachtungen schnell gebucht.

Bereits in der Anfahrt zu unserem ersten "Urlaubsstützpunkt" nahmen wir den ersten Parcours auf der "Rundreise" in Angriff - auch dies ein Gelände, das mir von verschiedenen Bognern immer wieder aufs wärmste ans Herz gelegt wurde: Der OXBoW-Parcours in Jagsthausen. Nach einer Fahrzeit von knapp zwei Stunden erreichten wir das Ziel und drehten eine herrliche Runde.

Nach dem Absolvieren des Parcours - wir waren rund 2 3/4 Stunden unterwegs - nahmen wir das letzte Teilstück der Anfahrt nach Leidersbach in Angriff.

15.08.2020: OX-BoW-Parcours, Jagsthausen

Am Abend gönnten wir uns einen Ausflug ins nahe gelegene Aschaffenburg, wo wir nach der (Außen-)Besichtigung des Schloss Johannisburg und eines gemütlichen Spaziergang entlang des Mains im Wirtshaus "Zum Fegerer"  hervorragend zu Abend gegessen haben (was wir am Folgeabend doch glatt wiederholten, so gut war es).

Als erstes Highlight folgte am anderen Tag der Besuch des Parcours Collenberg. Spätestens nach dieser Runde wussten wir, warum viele Bogner von diesem Parcours schwärmen und ihn häufig auch als "schönsten Parcours Deutschlands" bezeichnen ...

Nach der - aufgrund der Hitze - sehr anstrengenden und wirklich einmaligen Runde gönnten wir uns in unserem "Stützpunkt" erst einmal einen Kaffee sowie Kaltgetränke, bevor wir uns erneut nach Aschaffenburg begaben.

16.08.2020: Parcours Collenberg

Nach zwei schönen Tagen ging es auf gen Eifel: Hierhin fuhren wir seinerzeit - vor über 25 Jahren - ganz spontan in den Herbstferien. Schon damals war uns klar, dass wir diese Gegend wieder einmal besuchen wollten. Nun endlich war die Gelegenheit da.

Nach etwas über zweieinhalb Stunden Fahrt erreichten wir das Wolffhotel in Kopp. Völlig idyllisch - mitten im Wald - gelegen hatten wir unseren Stützpunkt für die folgenden Tage erreicht - leider hatte eine seltsame Umleitung die letzten Kilometer endlos lange erscheinen lassen ... der Umweg von knapp 50 Kilometer nervte mich total ...

 

 

... dafür wurde ich mit unserem geräumigen Zimmer - mit Balkon, Kochnische sowie einer großen Sitzgarnitur sowie einem schönem Blick auf die Außenanlagen (Biergarten, Spielwiese, Teich) - entschädigt. Später am Abend besuchten wir dann erstmals das hoteleigene Restaurant "Kupferschmiede", das  wirklich erstklassige Speisen anbietet.

Herrlich auch (ein Teil) der Decke in der Kupferschmiede - eine interessante Beleuchtung, die ich so auch noch nicht gesehen hatte:

Den folgenden Tag verbrachten wir im hauseigenen Vulkanparcours, der sich rund um das Hotel befindet. Im letzten Viertel der Runde zog dann, wie angekündigt, ein Gewitter auf. Glücklicherweise erreicten wir das Ende der Runde, bevor etwas heftigere Regengüsse einsetzten, ohne dass es wirklich kühler wurde.

Nach der Runde entspannten wir uns im Hotel, bevor wir es uns mit einer herrlichen Ganzkörpermassage gut gehen ließen.

18.08.2020: Vulkanparcours, Kopp

Nach drei Parcours in vier Tagen stand ein "Erholungstag" auf dem Programm: Zunächst ging es in Richtung Bitburg, das uns - beide ja keine Biertrinker - nicht überzeugen konnte. So fuhren wir kurzerhand weiter nach Trier. Auf den Einkaufsstraßen im Zentrum konnte man herrlich flanieren, bevor wir uns der unvermeidlichen "Porta Nigra" näherten. Hier gönnten wir uns eine Besichtigung, die sich als informativ und sehr interessant erwies.

Anschließend ging es auf dem Rückweg zu den Dauner Maaren. Dort umrundeten wir zunächst gemütlich das Weinfelder Maar. Nach dem Panoramablick auf das Schalkenmehrener Maar besuchten wir noch den gleichnamigen Ort, wo wir uns an einem Eiskaffee bzw. kalten Getränken labten, bevor es zurück nach Kopp ging.

Nach der Rückkehr ins Wolffhotel gelüstete es mich noch auf eine kurze Begehung des hauseigenen Parcours - ich hatte mit dem einen oder anderen Tierchen noch eine Rechnung offen. Außerdem legte ich bei dieser Runde auf die eine oder andere Feldscheibe an - das macht man ja auch nicht alle Tage. Hatte ich bei den "Vierer-Scheiben" ganz erhebliche Probleme, so lief es auf die (weiten) Einzelscheiben teils recht gut.

Karin zog es vor, sich beim Stricken zu entspannen - zu arg plagte sie ihr Fersensporn nach den "Spaziergängen" des Tages ...

19.08.2020: Vulkanparcours, Kopp (Teilrunde)

Der letzte Tag war dazu auserkoren, einen weiteren Parcours in Angriff zu nehmen. Nach ausgiebigen Recherchen im Internet hatte es mir der Parcours "Die Bogenwerkstatt" in Schleiden angetan. So fuhren wir nach dem Frühstück auf in Richtung NRW. Die Fahrt führte durch die malerische Eifel, wo wir verschiedenste Landschaften bewundern konnten.

Der Parcours selbst war - Dank des sehr netten Telefonats vom Vortag - gut zu finden und liegt in einem herrlichen Gelände in der Nähe des Campingplatzes Hellenthal. Nach den Regengüssen der Nacht wurde es auch wieder richtig sonnig - entsprechend heiß war es dann auch auf der Runde. So schön das Gelände, so schlecht war leider der Zustand des Parcours ...

Erfreulicherweise hatten wir auch für diesen Abend nochmals eine Massage gebucht, so dass wenigstens dort Entspannung aufkam ... ein letztes Mal dann auch die Möglichkeit, die hervorragende Speisekarte der Kupferschmiede auszuprobieren.

20.08.2020: Parcours "Die Bogenwerkstatt", Schleiden

Am Folgetag ging es dann wieder zurück nach Hause - allerdings nicht, ohne nochmals einen Parcours in Angriff zu nehmen. Etwa auf halber Strecke hatte ich am Vorabend noch den Parcours des "Bogensportclub Bad Kreuznach" entdeckt. Dies sollte unser letzter Stopp vor der Rückkehr nach Hause bilden.

Während in der Eifel der Himmel erneut zuzog, wurde es nach Süden hin zunächst immer sonniger. Das Thermometer zeigte bereits weit über 30 °C an, so dass ich erneut eine "heiße Runde" befürchtete. Kurz vor Bad Kreuznach überzog sich der Himmel jedoch mit einer lockeren Wolkendecke, die Temperaturen blieben so im erträglichen Bereich, zumal ein leichter Wind aufkam, so dass es eine angenehme Runde wurde.

21.08.2020: Parcours Bad Kreuznach

Am frühen Abend erreichten wir dann wieder Schiltach. Glücklich und zufrieden räumten wir das Auto aus, verräumten die Bogenausrüstung und genossen den Abend bei einem leckeren Essen.

Alles in allem gesehen war es ein herrlich entspannender Urlaub mit drei wirklich erstklassigen (sowie zwei annehmbaren) Bogenparcours und der nötigen Portion Wellness und Kultur. Wir waren uns einig, dass wir sowohl das Wolffhotel als auch die "3D-Bogenregion Mainfranken/Spessart/Odenwald" (mit insgesamt acht Parcours) nochmal besuchen werden ...

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